Betriebstätten im internationalen Kontext

Betriebstätten im internationalen Kontext

Die Betriebstätten im internationalen Kontext führen immer wieder zu Abgrenzungsfragen und haben aktuell auch durch BEPS eine Wandelung und einen neuen Fokus erfahren. In diesem Seminar widmet sich unsere Dozentin, Petra Peffermann - Expertin zur Thematik der Betriebstätten -, neben der Bedeutung der Betriebstätten auch der Definition derselben. Gerade die Definitionen und Voraussetzungen der Betriebstätten sind detailliert zu prüfen und haben nach nationalen und internationalen Standards unterschiedliche Ansatzpunkte. 

Das Besteuerungsrecht und Grundsätze der Gewinnabgrenzung sind ein weiterer Teil dieses Seminars. Hierbei ist es auch entscheidend, ob und inwiefern eine ausländische Betriebstätte eines inländischen Unternehmens oder umgekehrt vorliegt. 

Kernstück des Seminars sind die Einzelheiten der Gewinnabgrenzung. Nachdem unsere Dozentin erst die Grundlagen der Gewinnabgrenzung erläutert, werden dann die zwei wesentlichen Verwaltungsanweisungen - die Betriebstättengewinnaufteilungsverordnung (BsGaV) und die Verwaltungsgrundsätze Betriebstättengewinnaufteilungsverordnung-VWG - erläutert und die Personalfunktionszuordnung genau dargestellt und vertieft behandelt. Eine Vielzahl von praxisnahen Beispielen machen es leicht, das komplexe Thema zu erfassen und die Umsetzung auf eigene Sachverhalte in Ihrer Kanzlei zu gewährleisten. Abgerundet wird dieser Teil mit Ausführungen zu der Zuordnung von Dotationskapital unter Erläuterung der Kapitalaufteilungsmethode und der Mindestkapitalausstattungsmethode, von Passivposten und Finanzierungsaufwendungen. 

Die Besonderheiten von Betriebstätten bei Bauausführung und Montagen werden in diesem Seminar ebenso behandelt, wie die Auswirkungen der Betriebstätte auf andere Steuerarten. Nach einem jeweiligen theoretischen Teil, werden die Ausführungen mit einer Vielzahl von Sachverhalten dargestellt, um die Nuancen, die sich bei den Betrachtungen ergeben, genauer erfassen zu können. 

Der BEPS-Aktionsplan weist durch sein Ziel der Harmonierung der Besteuerungsrechte und des Setzens internationaler Standards auch einen Aktionspunkt auf, der sich intensiv mit dem Betriebstättenbegriff auseinandersetzt. Hier wird besonders die Vertreterbetriebstätte in den Mittelpunkt gerückt und das Vorliegen einer solchen verschärft. Damit ist in der Beraterpraxis zukünftig ein erhöhtes Augenmerk auf Compliance und das Erkennen von Betriebstätten zu richten. Einprägsam stellt unsere Dozentin die Bewertung des Vorliegens einer Betriebstätte nach dem DBA bzw. nach dem Aktionspunkt Nr. 7 anhand vieler praxisnaher Beispiele dar und zeigt damit auch auf, welche Neuerungen es hier gibt. 

Ein kleiner Exkurs in die Hilfs- und Nebenrechnungen sowie die Dokumentationspflichten runden das Seminar ab.

Aktualisiert: 07/2018 

Lernen Sie unsere Dozentin Petra Peffermann im Video kennen:

Lernziele

Nach Abschluss dieses Seminars:

  • kennen Sie die Definition von Betriebstätten nach nationalen und internationalen Vorschriften, wie bspw. der DBA
  • kennen Sie die Bedeutung der Betriebstätten für die Einkommensteuer und deren Gewinnaufteilungsgrundsätze 
  • sind Sie in der Lage die Auswirkungen der Betriebstätten auf die steuerliche Konsequenzen hinsichtlich Einkommen- und Umsatzsteuer zu beurteilen
Dozent
Petra Peffermann
Als Steuerberaterin seit über 20 Jahren tätig, liegen ihre Schwerpunkte im internationalen Steuerrecht, M&A und Restrukturierungen.